Häufige Fragen

Selbständigerwerbende

Wen anerkennt die AHV als selbständigerwerbend?

Wer sein eigenes wirtschaftliches Risiko trägt d.h. bedeutende Investitionen für berufliche Zwecke tätigt, über eigene Geschäftsräume verfügt, Personal beschäftigt, eigene Aufträge beschafft, die Unkosten und das Inkassorisiko trägt, wird bei der AHV als selbständigerwerbend anerkannt. Weiter muss die Arbeit frei und unabhängig organisiert werden. Wer glaubt, die genannten Voraussetzungen zu erfüllen, hat bei der AHV-Ausgleichskasse des Kantons, in dem sich das Unternehmen befindet, ein Beitrittsformular auszufüllen. Wer einem Berufsverband angehört, muss dies bei dessen Ausgleichskasse tun.

Wer die Bedingungen erfüllt, wird von der Ausgleichskasse als Selbständigerwerbender anerkannt. Die persönlichen Beiträge werden mit einer Verfügung festgesetzt. Wird jemand nicht als Selbständigerwerbender aufgenommen, erlässt die Ausgleichskasse eine Beitragsverfügung, welche angefochten werden kann.

Personen, die im Sinne der AHV als selbständigerwerbend gelten, sind nicht gegen Arbeitslosigkeit und nicht obligatorisch gegen Unfall versichert. Zudem fallen sie nicht unter das Obligatorium der beruflichen Vorsorge.

Wie werden AHV-Beiträge für Selbständigerwerbende berechnet?

Die Beiträge werden auf dem reinen Erwerbseinkommen des laufenden Jahres nach der letzten Steuerveranlagung für die direkte Bundessteuer berechnet. Wenn Kalenderjahr und Geschäftsjahr nicht identisch sind, gilt das Einkommen als in dem Jahr erzielt, in dem das Ende des Geschäftsjahres liegt.

Der Beitragssatz beträgt für die AHV/IV/EO 9,65 %. Für Jahreseinkommen zwischen 9‘400 und 56‘400 Franken gelten reduzierte Beitragssätze. Bei Jahreseinkommen unter 9‘400 Franken wird der Mindestbeitrag von 478 Franken jährlich geschuldet (Stand Januar 2017).