Häufige Fragen

Arbeitnehmer

Welche Beiträge müssen Arbeitnehmer entrichten?

Arbeitnehmer entrichten zusammen mit ihrem Arbeitgeber Beiträge von 10,25 % (hälftig je 5,125 %) ihres Erwerbseinkommens bzw. auf dem massgebenden Lohn an die AHV, IV und EO. Hinzu kommen die auf einen Höchstbetrag begrenzten Beiträge an die Arbeitslosenversicherung (ALV). Bis zu einer Grenze von 148'200 Franken beträgt der Beitragssatz 2,2 % des massgebenden Jahreslohnes. Für Lohnteile über 148'200 Franken beträgt der Beitragssatz an die ALV 1 %.

Die Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen werden vom Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung abgezogen und zusammen mit dem Beitrag des Arbeitgebers an die Ausgleichskasse überwiesen.

Wie werden die Lohnbeiträge erhoben (normales- oder vereinfachtes Abrechnungsverfahren)?

a) normales Abrechnungsverfahren

Die Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen werden vom Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung abgezogen und zusammen mit dem Beitrag des Arbeitgebers an die Ausgleichskasse überwiesen. Wer selbständigerwerbend ist, rechnet direkt mit der Ausgleichskasse ab. Grundlage der Beiträge bildet hier das Einkommen gemäss Veranlagung zur direkten Bundessteuer. Ob jemand im Sinne der AHV selbständig erwerbend ist, entscheidet die Ausgleichskasse.

b) vereinfachtes Abrechungsverfahren                                                                

Das vereinfachte Abrechnungsverfahren ist für kurzfristige oder für im Umfang geringe Arbeitsverhältnisse gedacht (der einzelne Lohn pro Arbeitnehmer darf pro Jahr 21'150 Franken nicht übersteigen), wie sie zum Beispiel in Privathaushalten regelmässig vorkommen. Die Abrechnung und der Bezug der Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO/ALV/Familienzulagen) erfolgen nur einmal pro Jahr.

Wie werden die AHV-Beiträge erhoben, wenn der Arbeitgeber nicht beitragspflichtig ist (ANOBAG)?

Arbeitnehmende, deren Arbeitgebende nicht beitragspflichtig sind (gewisse internationale Organisationen, Vertretungen ausländischer Staaten wie Botschaften und Konsulate) bezahlen ihre Beiträge selbst. Zwecks Erfassung und weiteren Abklärungen melden sich die betroffenen Arbeitnehmer, bei der kantonalen Ausgleichskasse an ihrem Wohnort oder bei der örtlichen AHV-Zweigstelle.

Arbeitnehmende ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber schulden die Beiträge wie Arbeitgeber (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil), d. h. zu einem Satz von 10,25 % (AHV/IV/EO). Hinzu kommen noch Beiträge an die Arbeitslosenversicherung und Verwaltungskostenbeiträge.