Häufige Fragen

Arbeitgeber

Ich bin Eigentümer eines KMU und habe mit meinen Mitarbeitenden vertraglich eine Lohnfortzahlung vereinbart, falls diese während der Dauer des Arbeitsverhältnisses Militärdienst oder Zivildienst leisten müssen. Habe ich Anspruch auf Vergütungen?

Wenn Sie als Arbeitgeber für die Zeit, in der Ihre Angestellte aus Gründen, die über die EO versichert sind, ihrer Arbeitstätigkeit nicht nachgehen können, eine Lohnfortzahlung vereinbart haben (und diese auch tatsächlich leisten), zahlt die Ausgleichskasse die Entschädigungsleistungen der EO Ihnen als Arbeitgeber aus. Die direkte Auszahlung an den Anspruchsberechtigten kann verlangt werden, falls es zu Differenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmenden kommt oder besondere Umstände vorliegen.

Wer gilt als Arbeitgeber?

Als beitragspflichtiger Arbeitgeber gilt, wer obligatorisch versicherten Personen Arbeitsentgelte ausrichtet bzw. eine Betriebsstätte hat. Das können natürliche und juristische Personen, wie auch Verwaltungsbetriebe, öffentliche Anstalten usw. sein. Als Betriebsstätten gelten insbesondere Zweigniederlassungen, Fabrikationsstätten, Werkstätten, Verkaufsstellen, ständige Vertretungen sowie Bau- und Montagestellen. Zu den beitragspflichtigen Personen gehören auch freie Mitarbeiter, Au-Pair-Mädchen, Hausangestellte, Praktikanten, kurzfristige Aushilfen sowie Wasch- und Putzpersonal.

Welche Beiträge schuldet der Arbeitgeber?

Der Anschluss an eine AHV-Ausgleichskasse ist für Arbeitgebende obligatorisch, um die AHV/IV/EO-Beiträge der Angestellten abzurechnen. Der Arbeitgeber hat auf allen ausbezahlten Löhnen die Hälfte der geschuldeten Beiträge zu übernehmen. Er zieht die Hälfte des Beitrags (5,125 %) vom Lohn der Arbeitnehmer ab und überweist diesen zusammen mit seinem Anteil (ebenfalls 5,125 %) an die Ausgleichskasse. Zu diesen 10,25 % kommt noch der Beitrag an die Arbeitslosenversicherung hinzu.

Welche Pflichten hat der Arbeitgeber?

Nach gesetzlicher Ordnung hat der Arbeitgeber (gilt auch für Hausdienstarbeitgeber) bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zusammen mit seinen Beiträgen der Ausgleichskasse periodisch zu entrichten. Bei einem Versicherten, der gleichzeitig mehrere Tätigkeiten ausübt, ist jedes Erwerbseinkommen dahingehend zu prüfen, ob es aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit stammt. Es ist durchaus möglich, dass ein Versicherter gleichzeitig für die eine Firma als Arbeitnehmer und für die andere als Selbständigerwerbender gilt.

Arbeitgeber müssen ihre Mitarbeitenden innert eines Monats nach Stellenantritt bei ihrer Ausgleichskasse anmelden.

Welche Pflichten hat der in einem EU-Mitgliedstaat niedergelassene Arbeitgeber?

Ausländische Arbeitgebende von Personen, die aufgrund der EU-/EFTA-Bestimmungen in der AHV versichert sind, sind grundsätzlich in der Schweiz beitrags- und abrechnungspflichtig. Sie können aber mit den Arbeitnehmenden vereinbaren, dass diese die Beiträge selbst abrechnen. Die Arbeitgebenden haben den Arbeitnehmenden zusätzlich zum Lohn ihren Arbeitgeberanteil auszuzahlen. Die entsprechende Vereinbarung ist der Anmeldung beizulegen.