Häufige Fragen

Leistungen der AHV

An welchem Tag des Monats werden die Renten ausbezahlt?

Der Anspruch auf eine Altersrente entsteht am ersten Tag des Monats, welcher der Vollendung des Rentenalters folgt. Die Renten werden grundsätzlich bis spätestens am 20. des Monats an die rentenberechtigte Person ausbezahlt und zwar auf deren Post- oder Bankkonto.

Kann die AHV-Rente vorbezogen werden?

Die AHV-Rente kann um ein oder zwei Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter (65/64) vorbezogen werden. Eine vorbezogene Rente wird während der gesamten Bezugsdauer gekürzt. Die Kürzung ist so berechnet, dass der AHV durch den Vorbezug keine Kosten entstehen. Die vorbezogenen Renten werden also über die Kürzung wieder zurückbezahlt. Aktuell wird die vorbezogene Rente um 6,8 % pro Vorbezugsjahr gekürzt (Stand: Janur 2017).

Trotz Vorbezug ändert die Beitragspflicht nicht. AHV-Beiträge müssen stets bis zum regulären Rentenalter bezahlt werden.

Erklärvideo «Flexibler Bezug der Altersrente»

Kann die AHV-Rente aufgeschoben werden?

Personen, die das ordentliche Rentenalter erreicht haben, können den Bezug der Rente um mindestens ein Jahr und höchstens fünf Jahre aufschieben. Damit erhöht sich ihre Altersrente um einen monatlichen Zuschlag. Während des Aufschubes kann die Rente nach freier Wahl abgerufen werden. Die Festlegung im Voraus auf eine feste Aufschubsdauer ist demnach nicht notwendig. Mit dem Aufschub der Altersrente werden auch dazugehörende Zusatzrenten und Kinderrenten aufgeschoben.

Erklärvideo «Flexibler Bezug der Altersrente»

Ist eine Rentenvorausberechnung möglich?

Eine Rentenvorausberechnung gibt Auskunft über voraussichtlich zu erwartende Renten der AHV/IV. Für die Vorausberechnung sind die gegenwärtigen persönlichen Verhältnisse (Zivilstand, Familienzusammensetzung etc.) und das heute geltende Recht massgebend. Ändern sich die persönlichen Verhältnisse oder das geltende Recht, kann dies den Rentenanspruch und die Höhe einer Rente wesentlich beeinflussen. Eine unverbindliche Rentenschätzung ist hier möglich. Eine verbindliche Rentenberechnung ist daher erst im Versicherungsfall - Alter/Invalidität/Todesfall - möglich.

Wann besteht ein Anspruch auf Betreuungsgutschriften?

Versicherten Personen können für Jahre, in denen sie pflegebedürftige Verwandte betreuten, Betreuungsgutschriften angerechnet werden. Für Jahre, in denen Erziehungsgutschriften angerechnet werden können, besteht kein Anspruch auf Betreuungsgutschriften. Die Höhe der Betreuungsgutschrift entspricht der dreifachen jährlichen Minimalrente. Bei verheirateten Personen wird die Gutschrift während der Kalenderjahre der Ehe je zur Hälfte aufgeteilt. Der Durchschnitt der Betreuungsgutschriften ergibt sich, indem die Summe der Betreuungsgutschriften durch die gesamte Beitragsdauer geteilt wird.

Bekommt man wenn man das AHV-Alter erreicht, im Folgemonat automatisch die Altersrente ausbezahlt?

Nein. Wer seine Altersrente beziehen möchte, muss den Anspruch bei der Ausgleichskasse anmelden. Es wird empfohlen, die Anmeldung drei bis vier Monate vor dem Erreichen des Rentenalters einzureichen. Ohne schriftliche Anmeldung können die Ausgleichskassen keine Leistungen berechnen und auszahlen. Die Anmeldeformulare sind bei jeder Ausgleichskasse und ihren Zweigstellen erhältlich.

Wo muss ein Gesuch auf eine AHV-Leistung eingereicht werden?

Die Anmeldung zum Bezug einer Alters- oder Hinterlassenenrente muss bei derjenigen Ausgleichskasse eingereicht werden, an die zuletzt AHV-Beiträge überwiesen worden sind.

--> Informationen für Antragsteller mit Wohnsitz im Ausland

Wie wird eine AHV-Rente berechnet?

Die Rentenberechnung ist abhängig von der Beitragsdauer und von den Erwerbseinkommen, auf welche die Beiträge erhoben wurden. Für alle Versicherte, die Beiträge an die AHV entrichten, wird ein sogenanntes individuelles Konto (IK) geführt, welches die in der Schweiz erzielten Erwerbseinkommen erfasst.