Häufige Fragen

Zuständigkeit

Wo kann man sich informieren, wenn man für längere Zeit ins Ausland geht?

Bitte melden Sie sich bei der kantonalen Ausgleichskasse bzw. bei der Gemeindeausgleichskasse an Ihrem Wohnsitz. Weiterführende Informationen zur Wohnsitzverlegung ins Ausland finden Sie in den Merkblättern „Arbeitnehmende im Ausland“ und „freiwillige Versicherung“.

Wer kann der freiwilligen AHV/IV für Personen im Ausland beitreten?

Schweizer, EU- und EFTA-Bürger, welche die Schweiz verlassen und deswegen aus der obligatorischen Versicherung ausscheiden, können sich der freiwilligen Versicherung anschliessen, wenn sie ihren Wohnsitz ausserhalb eines EU- oder EFTA-Staates haben. Für die Beiträge und Leistungen gelten in der freiwilligen und obligatorischen Versicherung grundsätzlich die gleichen Regeln. Daher ist es den Versicherten nicht möglich, die Höhe der Beiträge selbst zu bestimmen.

Die Person muss unmittelbar vor dem Austritt während fünf Jahren ununterbrochen bei der AHV versichert gewesen sein. Es ist nicht erforderlich, während fünf Jahren Beiträge geleistet zu haben. Bei Minderjährigen und nichterwerbstätigen verheirateten Personen, die von der Beitragspflicht ausgenommen sind, gelten die Wohnsitzjahre in der Schweiz als Versicherungsjahre.

Der Beitritt ist individuell und ist demzufolge, bei einem im Ausland lebenden Ehepaar, von jeder Person persönlich zu erklären.

Das Beitrittsformular kann bei der Schweizerischen Ausgleichskasse oder bei der schweizerischen Vertretung im Ausland (Botschaft, Generalkonsulat oder Konsulat), welche für das Gebiet zuständig ist, bezogen werden. Der Beitritt zur freiwilligen AHV/IV befreit indessen nicht von der Beitragszahlung im Beschäftigungsland.

Welche Ausgleichskasse ist für die Beitragserhebung zuständig?

Nach der gesetzlichen Ordnung werden alle Arbeitgeber und Selbständigerwerbenden, die einem Gründerverband einer Verbandsausgleichskasse angehören, dieser Verbandsausgleichskasse angeschlossen. Arbeitgeber und Selbständigerwerbende, die sowohl einem Berufsverband wie einem zwischenberuflichen Verband angehören, werden nach freier Wahl der Ausgleichskasse eines der beiden Verbände angeschlossen.

Alle übrigen Personen (Arbeitgeber und Selbständigerwerbende, die keinem Gründerverband einer Verbandsausgleichskasse angehören, Nichterwerbstätige und Arbeitnehmer ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber) gehören den kantonalen Ausgleichskassen ihres Wohnsitzkantons bzw. des Kantons, in welchem das Unternehmen seinen rechtlichen Sitz hat, an. Zweigniederlassungen werden der Ausgleichskasse angeschlossen, welcher der Hauptsitz angehört.

Wie können Versicherte erfahren, ob ihr Arbeitgeber für sie abgerechnet hat?

Wenn überprüft werden möchte, ob die Beitragsdauer lückenlos ist oder ob der Arbeitgeber die abgezogenen Beiträge auch wirklich mit der Ausgleichskasse abgerechnet hat, kann bei den Ausgleichskassen, welche für den Versicherten ein Konto führen, ein Kontoauszug verlangt werden - also bei allen Ausgleichskassen, die je für den Versicherten zuständig waren. Er kann auch bei einer einzigen Ausgleichskasse Auszüge aus sämtlichen für den Versicherten geführten Individuellen Konten verlangen.

Falls im Kontoauszug Angaben über bisherige Arbeitsverhältnisse fehlen, müssen  der AHV-Ausgleichskasse Kopien der entsprechenden Lohnabrechnungen zugestellt und eine Überprüfung beantragt werden. Zu beachten ist, dass auf der Kontenübersicht keine Zahlungen des laufenden Jahres stehen, da die Arbeitgebenden erst im Folgejahr die gesamten Lohndeklarationen der zuständigen AHV-Ausgleichskasse melden müssen.

Wo muss ein Gesuch auf eine AHV-Leistung eingereicht werden?

Die Anmeldung zum Bezug einer Alters- oder Hinterlassenenrente muss bei derjenigen Ausgleichskasse eingereicht werden, an die zuletzt AHV-Beiträge überwiesen worden sind.

--> Informationen für Antragsteller mit Wohnsitz im Ausland